Spanische Spitzentrainerin feilt an TuS-Choreografie

Die spanische Trainerin Estela Barbera Martínez war zu Gast im DTB Aerobicturn-Zentrum Nord vom TuS Rotenburg. Im zweitägigen Trainingscamp am 21./22.09. ging es um die Überarbeitung der Dance-Choreografie, die in der kommenden Saison 2020 auf internationalen Wettkämpfen für gute Platzierungen sorgen soll.

Estela Martínez betreut in Spanien viele Jugend-Kadersportler und kann auf mehrere Jahre Trainerdaseins auf internationalem Niveau zurückblicken. Kein Wunder, dass Zentrumsleitung Maike Niederschulte schon mehrfach auf die Arbeit der Spanierin zurückgegriffen hat. „Wir profitieren sehr von der Zusammenarbeit“ ist Niederschulte dankbar. Mit dieser Choreografie wird die Dance-Formation nächstes Jahr bei den Weltmeisterschaften Deutschland vertreten. Vom TuS Rotenburg nimmt Livia Günter am WM-Nominierungsverfahren teil.

Aber auch die anderen Kadersportler vom Zentrum Nord waren fleißig und haben mit ihren Heimtrainern im mehrstündigen Training an ihren neuen Wettkampfübungen gearbeitet. Alle Bundeskaderathleten müssen sich Ende November im Qualifikationswettkampf für die internationalen Starts 2020 empfehlen. So stecken auch die Rotenburgerinnen Letizia Gerla, Sophie Rothammel, Philine Rindfleisch und Sophia Enns mitten in der Vorbereitung.

Bundeskadertest im Rotenburger Aerobicturn-Zentrum

Der TuS Rotenburg war am vergangenen Freitagabend sowie Samstagmorgen (20./21.09.) als DTB Aerobicturn-Zentrum Nord Ausrichter des Bundeskadertests im Aerobicturnen.

„Um in den Bundeskader 2020 aufgenommen zu werden, mussten die Sportler zwei Bereiche erfüllen. Zunächst galt es bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft eine Mindestpunktzahl zu erreichen. Wer dies geschafft hatte, wurde zum sportmotorischen Leistungstest in das jeweilige DTB Aerobicturn-Zentrum eingeladen“ erklärt Trainerin Alicia Koppe. „In unserem Zentrum Nord stellten sich 45 Athleten aus acht Vereinen dem Test“ freute sich Zentrumsleitung Maike Niederschulte über die hohe Teilnehmerzahl.

Vom TuS Rotenburg mit dabei waren Livia Günter, Angelika Schreiner, Letizia Gerla, Philine Rindfleisch, Sophia Enns und Sophie Rothammel. „Den sportlichen Teil haben unsere Sportlerinnen damit geschafft. Jetzt fehlen nur noch ein paar bürokratische Verfahren, so dass zum Jahreswechsel auch alle offiziell in den Bundeskader berufen werden können“ muss die Zentrumsleitung die Sportler noch etwas vertrösten. Die potentiellen Kadersportler haben alle ein gemeinsames Ziel: die Teilnahme an internationalen Wettkämpfen in der Saison 2020. Maike Niederschulte blickt noch etwas weiter: „Unser Zentrum hat Startplätze für die Weltmeisterschaft ergattert, die im Mai in Baku/Aserbaidschan ausgetragen wird. Über mehrere Qualifikationsverfahren und Trainingscamps werden in den nächsten Monaten die WM-Teilnehmer nominiert. Auch Livia Günter stellt sich dieser Herausforderung“.

Erfolge in Landeskadertest und Powerpokal

Annika Gerla und Mariella Wilzer haben sich erfolgreich dem Landeskadertest gestellt und zählen zu den besten 25 Sportlerinnen Niedersachsens. Die Kaderberufung für die Saison 2020 ist im neuen Jahr nur noch reine Formsache. Das gemeinsame Training startet bereits im Sepember.

Dreizehn weitere Rotenburgerinnen traten im Powerpokal an, der extra für den Nachwuchs ausgerichtet wird, der noch wenig oder keine Wettkampferfahrung hat. Auch für einige Rotenburger Sportlerinnen war dies der erste kleine Wettkampf überhaupt.

Bei den Jüngsten im Jahrgang 2012 belegte Alina Hahn Rang vier und Marie Heupel Rang fünf.

Platz fünf und sechs gab es für Diana Roon und Isabella Dreier im Jahrgang 2011.

Zwei Treppchenplätze krönten den Wettkampftag. Alexandra Wilzer (Jahrgang 2010) sowie Charlotte Müller (Jahrgang 2011) erkämpften sich jeweils den zweiten Platz, wobei Charlotte nur einen Punkt am ersten Platz vorbei schrammte.

Weitere gute Platzierungen erzielte im Jahrgang 2010 Tialda Rinne (Platz neun), Karla Dierks (Platz sechs) und Tessa Kraft (Platz fünf).

Der Jahrgang 2009 war aus Rotenburger Sicht mit Hazel Brabönder (Platz elf), Lara Dörfel (Platz acht), Anna Falsmov (Platz sieben) sowie Anneke Lühring (Platz vier) am meisten vertreten.

 

Saisonvorbereitung im Sommertrainingscamp gestartet

In den Sommerferien ging es für die gesamte Sparte in die Vorbereitung auf die neue Saison 2020. In den letzten beiden Sommerferienwochen wurde teilweise täglich bis zu vier Stunden trainiert. Neben dem Grundlagentraining wurde begonnen die neuen Choreografien zu erstellen.

Livia Günter nahm außerdem am viertägigen Trainingscamp in Frankreich teil und kam mit einer frisch gebackenen Choreografie von Matteo Guerrini zurück, der bereits seit vielen Jahren auf internationalem Niveau Training ausrichtet.

 

5 DM-Medaillen

Nachwuchs überrascht mit Bronze / Dance-Team wird Favoritenrolle gerecht

Rund 250 Sportler aus 19 Vereinen kämpften am vergangenen Wochenende im bayrischen Unterföhring um die Deutschen Meister- und Jugendmeistertitel im Aerobicturnen des Wettkampflevel 1. Der TuS Rotenburg nahm die elfstündige Busfahrt mit hohen Erwartungen auf sich und wurde am Ende nicht enttäuscht. Mit fünf Medaillen im Gepäck, darunter zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze, kehrte die TuS-Riege zurück.

Souverän ging die erste Goldmedaille an Anastasia Bondarenko und Celina Otto im Duo der Altersklasse 15-17 Jahre. In der Qualifikation sowie im Finale ließen sie ihre Konkurrenz mit über einem Punkt hinter sich.

Der Favoritenrolle gerecht wurde das Dance-Team vom DTB-Aerobicturn-Zentrum Nord mit Lilly-Lu Warnken und Livia Günter, welches im Mai bei der Europameisterschaft den sechsten Platz erzielt hatte. Auch sie sicherten sich den Jugendmeistertitel. Nell-Kristin Brandt errang mit dem zweiten Dance-Team den Jugendvizemeistertitel. Das dritte Rotenburger Dance-Team um Trainerin Luna Warnken belegte Rang 12 (Julia Schäfer, Lilly Kraft, Emily Spindler, Celina Matern, Svea Brammer, Mariella Wilzer).

Eine Bronzemedaille ging verdient an das Team der Altersklasse 15-17 Jahre. "Für Nele Ludwig und Jaqueline Stecher, die nun ihre Aerobiclaufbahn beenden werden, war dies ein gelungenes Abschiedsgeschenk" freute sich die frisch verheiratete Trainerin Maike Niederschulte. Da blieb auch bei ihren Teamkolleginnen Anastasia Bondarenko, Celina Otto und Chantalle Otto kein Auge trocken.

Bei den Trios der Altersklasse 15-17 Jahre erzielte der TuS außerdem Rang fünf (Nele Ludwig, Jaqueline Stecher, Chantalle Otto) und Rang sechs (Lilly-Lu Warnken, Livia Günter, Djale Hooshangi/TK Hannover).

Obwohl Livia sich mit Rang sieben zusätzlich in das Einzel-Finale gekämpft hatte, verzichtete sie gesundheitlich angeschlagen auf die Finalteilnahme.

Große Freude hatte das Team der Altersklasse 12-14 Jahre. Bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft gewannen Philine Rindfleisch, Letizia Gerla, Angelika Schreiner, Sophia Enns und Sophie Rothammel unerwartet die Bronzemedaille. „Mit nur 0,1 Punkt Abstand zu Platz vier war es ganz schön knapp“ freute sich Trainerin Alicia Koppe umso mehr über den tollen Start ihrer Schützlinge.

Philine, Letizia und Angelika zeigten auch als Trio eine sehr gute Leistung, was für Rang vier reichte. Sophia, die mit ihren zehn Jahren zu den jüngsten Teilnehmern im Startfeld der 12-14jährigen zählte, verbesserte ihren siebten Platz aus der Qualifikation sogar noch im Finale auf Rang fünf. „Bei 20 Gegnern hatten wir es kaum zu hoffen gewagt, dass Sophia überhaupt in das Finale der besten Acht einzieht. Gerade weil sie als Sportlerin, die in diesem Jahr elf Jahre alt wird, erstmals die Möglichkeit hatte schon bei der DM zu starten“ ist Alicia Koppe mehr als stolz auf ihren jungen Sprössling. Sophie Rothammel belegte hier in der Qualifikation Rang 17.

Neben der deutschen Meisterschaft wurde auch der Deutschland Pokal ausgetragen, in dem die Bundesländer im Mannschaftswettbewerb im Level 2 gegeneinander antreten. Dort holte der TuS als Teilnehmer in den Niedersachsenmannschaften zwei Medaillen. Das Duo mit Lilly Kraft und Svea Brammer freute sich in der Mannschaft 1 über Gold und Esther Köhlmoos in der Mannschaft 2 über Silber.

 

Platz sechs bei der Jugend-EM für Lilly und Livia

Unvergessliche Momente im fernen Baku

„Was für ein Wahnsinns Erlebnis“ sind die ersten Worte von Trainerin Maike Sondermann als Reaktion auf den sechsten Platz, den ihr Dance-Team von der Jugendeuropameisterschaft nach Hause brachte.

Vom 24.-26. Mai war Baku/Aserbaidschan Austragungsort der Europa- und der Jugendeuropameisterschaft im Aerobicturnen und auch zwei Sportlerinnen vom TuS Rotenburg hatten das EM-Ticket gezogen.

Lilly-Lu Warnken und Livia Günter wurden mit vier weiteren Sportlerinnen vom DTB Aerobicturn-Zentrum Nord über ein mehrmonatiges Verfahren für die Europameisterschaft nominiert.

„Die Gastfreundlichkeit und die sehr  professionelle Ausrichtung des Wettkampfes mit einer toll hergerichteten Eventhalle haben uns sehr beeindruckt“ war es für die drei Rotenburger ein unvergessliches Erlebnis.

Am Freitag stand zunächst die Qualifikation an, aus der das Dance-Team noch als Fünfter heraus trat. Auch wenn dieser Platz am Sonntägigen Finale nicht gehalten werden konnte und letztendlich der sechste Platz heraussprang, waren alle mit der Leistung sehr zufrieden. „Unser Ziel, dass wir uns im Finale noch etwas steigern können, haben wir erreicht. In der A- und B-Note hatten wir über 8 Punkte und uns trennten nur 0,05 Punkte zum fünften Platz“ ist Maike Sondermann mehr als stolz. Aus deutscher Sicht war dieser sechste Platz sogar die beste Platzierung.